Erst sichern, dann umstellen.
Sobald die Domain auf den neuen Mailserver zeigt, können alte Serverdaten schwerer erreichbar sein. Die Sicherung gehört deshalb vor die Umstellung.
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Anleitung für Kunden
Diese Anleitung ist für Menschen gemacht, die einfach nur sicherstellen wollen: Alte E-Mails bleiben erhalten, bevor Domain, Website oder Mailserver wechseln.
Sobald die Domain auf den neuen Mailserver zeigt, können alte Serverdaten schwerer erreichbar sein. Die Sicherung gehört deshalb vor die Umstellung.
IMAP kann Serverordner wie Posteingang, Gesendet, Archiv und Unterordner abholen. POP3 ist nur eine Notlösung, weil dort oft keine Ordner und keine gesendeten Mails vorhanden sind.
Für diese Sicherung wird nichts gelöscht. Optionen wie "E-Mails nach Archivierung löschen" bleiben aus.
Der einfache Weg
Für einzelne Postfächer ist MailStore meist der verständlichste Weg: Programm öffnen, Postfach verbinden, Archiv starten, Ergebnis prüfen.
Notiere pro Postfach: E-Mail-Adresse, Passwort, Benutzername, IMAP-Server und ob ein App-Passwort gebraucht wird. Der Benutzername ist oft die komplette E-Mail-Adresse.
MailStore Home ist für private Nutzung kostenlos. Bei Firmen bitte Lizenz und Datenschutz vorher klären oder die Sicherung durch die IT ausführen lassen.
In MailStore auf "E-Mails archivieren" klicken, E-Mail-Adresse eingeben und "Start" wählen. Danach Passwort eingeben und bestätigen.
Manuell "IMAP" mit SSL/TLS wählen, IMAP-Server eintragen und als Benutzername die E-Mail-Adresse testen. Der Standardport für IMAP mit SSL/TLS ist meist 993.
Das neue Profil markieren und "Starten" klicken. Bei großen Postfächern den Rechner eingeschaltet lassen. Wird der Lauf unterbrochen, kann er erneut gestartet werden.
Im Archiv Posteingang, Gesendet, Archiv und Unterordner prüfen. Drei alte Mails öffnen, eine Suche testen und mindestens einen Anhang kontrollieren.
Manuelle Daten
Die genauen Servernamen kommen vom alten Anbieter. Wenn der Anbieter mehrere Varianten nennt, zuerst die IMAP-Variante mit SSL/TLS verwenden.
Alternativen
MailStore ist die einfachste Empfehlung für viele Einzelfälle. Es gibt aber bessere Wege, wenn bereits Outlook, Thunderbird oder ein neues Firmenpostfach im Spiel ist.
MailStore per IMAP verwenden. Danach lokal prüfen und das Archiv zusätzlich extern sichern.
Empfehlung für AnfängerThunderbird-Profil exportieren. Bei Profilen über 2 GB den Profilordner manuell kopieren.
Gut für lokale VollsicherungPST-Export in Outlook nutzen, Unterordner einschließen und vorher sicherstellen, dass alle Mails lokal synchronisiert sind.
Gut für Outlook-UmgebungenTechniker nutzen imapsync oder die Admin-Migration von Google Workspace bzw. Microsoft 365.
Gut für echte MigrationKontrolle
Fehlerhilfe
Erst im Webmail testen, ob das Passwort wirklich stimmt. Bei Gmail, Microsoft, iCloud oder anderen Konten mit Zwei-Faktor-Anmeldung kann ein App-Passwort nötig sein.
Den IMAP-Servernamen beim alten Anbieter nachsehen oder anfragen. Nicht raten. Typisch sind Namen wie imap.provider.de, mail.domain.de oder sslmail.provider.de.
Prüfen, ob wirklich IMAP statt POP3 verwendet wurde. Bei POP3 werden gesendete Mails und Ordner oft nicht vom Server geholt.
Rechner am Strom lassen, Energiesparen ausschalten und den Lauf erneut starten. MailStore kann Profile erneut ausführen und archiviert dabei nur fehlende bzw. noch nicht vorhandene Mails.
Technisch ja, praktisch nur für Sonderfälle. Für Kunden ist ein bewährtes Tool meist sicherer, weil Authentifizierung, Duplikate, Abbrüche und Ordnerlogik die eigentlichen Fehlerquellen sind.
Quellen
Unterstützung
Wenn mehrere Postfächer, Firmenkonten oder ein Anbieterwechsel betroffen sind, ist eine geführte Sicherung oft schneller und entspannter.